Box-Atmung (4-4-4-4)

Vier gleich lange Phasen – ein, halten, aus, halten. Der feste Takt gibt dem Kopf etwas zu tun und dem Körper einen ruhigen Rhythmus. Bekannt aus dem Training von Einsatzkräften, gut vor Referaten und Prüfungen.

So geht’s

  1. 1Bequem sitzen, Hände auf die Oberschenkel.
  2. 24 Sekunden durch die Nase einatmen – der Kreis wächst.
  3. 34 Sekunden halten, ohne zu pressen.
  4. 44 Sekunden ausatmen – der Kreis schrumpft.
  5. 54 Sekunden leer halten. Dann von vorn, etwa 3 Minuten lang.

Wie sie wirkt

Die Box-Atmung verlangsamt den Atem auf etwa vier Atemzüge pro Minute. Langsames Atmen erhöht die Herzratenvariabilität, ein Zeichen dafür, dass der Ruhenerv arbeitet. Dazu kommt der Effekt der Struktur: Zählen lässt wenig Platz für Grübeln.

Ehrlich eingeordnet

Speziell zur Box-Atmung gibt es nur wenige Studien; die Belege stammen vor allem aus der Forschung zu langsamem Atmen allgemein (Übersicht: Laborde et al. 2022). Wirkt das Halten unangenehm, ist der physiologische Seufzer die sanftere Wahl.

Häufige Fragen

4 Sekunden sind mir zu lang – was tun?

Fang mit 3 Sekunden pro Phase an. Entscheidend ist der gleichmäßige Takt, nicht die Länge.

Box-Atmung oder 4-7-8?

Box-Atmung hält wach und ruhig zugleich – gut tagsüber. Die 4-7-8-Atmung mit dem langen Ausatmen passt besser zum Einschlafen.

Kostet die Übung etwas?

Nein, sie ist kostenlos und braucht kein Konto.

Mehr für „Runterkommen“

Alle Übungen: Runterkommen →

Übungen ersetzen keine Hilfe, wenn es dir länger schlecht geht. Die psychologische Beratung deines Studierendenwerks ist kostenlos. Rund um die Uhr, anonym: TelefonSeelsorge 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222. In akuter Gefahr: 112.

Erste Einheit erstellen